Brauchwasser-Wärmepumpe im Keller

Warmwasser macht in Haushalten ohne Wärmepumpe 15–20 % des Energiebedarfs aus. Wer hier umrüstet, spart erheblich. Wir vergleichen zentrale Warmwasser-Bereitung über die Heizungs-WP und eigenständige Brauchwasser-Wärmepumpen.

Variante 1: Zentral über die Heizungs-Wärmepumpe

Die Hauptwärmepumpe erzeugt sowohl Heizung als auch Warmwasser. Vorteil: nur ein System, einfache Wartung. Nachteil: Vorlauftemperatur für Warmwasser (55–60 °C wegen Legionellen) reduziert die JAZ leicht.

Wirtschaftlich bei: Neubau oder kompletter Heizungsumrüstung mit Warmwasserspeicher 200–300 Liter.

Variante 2: Brauchwasser-Wärmepumpe (BWP)

Eigenständiges Gerät im Keller oder Hauswirtschaftsraum (ca. 300 Liter Volumen). Nutzt die Restwärme der Raumluft – kühlt den Keller dabei leicht ab (Plus im Sommer).

JAZ: 3,0–3,5
Wirtschaftlich bei: bestehender Gasheizung, die Sie noch nicht ersetzen wollen, oder als unkomplizierter Einstieg in die Energiewende.

Vergleich Stromverbrauch

Vierpersonen-Haushalt, ca. 4.000 kWh Warmwasserbedarf/Jahr:
Elektroboiler: ca. 4.000 kWh
Brauchwasser-WP (JAZ 3,3): ca. 1.200 kWh
Heizungs-WP (JAZ 4,2 inkl. WW): ca. 950 kWh

PV-Integration

Beide Varianten profitieren stark von einer PV-Anlage. Eine BWP lässt sich besonders einfach mit PV-Überschuss steuern (SG-Ready-Schnittstelle) – der Tag-Strom heizt das Wasser auf, abends/nachts steht es zur Verfügung.

Förderung

Brauchwasser-Wärmepumpen werden nicht direkt über die BAFA gefördert – aber wenn sie zusammen mit einer Heizungs-Wärmepumpe eingebaut werden, ist sie förderfähig (Effizienzklasse 1 nötig).

Unsere Empfehlung

Neubau oder Komplettsanierung: zentral mit Heizungs-WP. Schritt-für-Schritt-Sanierung im Bestand: Brauchwasser-WP als günstiger Einstieg.

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