Spezielle Wärmepumpentarife sind deutlich günstiger als normaler Haushaltsstrom. Über ein Heizjahr summiert sich die Ersparnis erheblich. Wir erklären, worauf Sie achten müssen.
Was ist ein Wärmepumpentarif?
Ein vergünstigter Stromtarif speziell für Wärmepumpen, Speicherheizungen und E-Autos. Voraussetzung: die Last muss steuerbar sein, damit der Netzbetreiber bei Engpässen kurzzeitig reduzieren kann (§14a EnWG).
Voraussetzungen
- Separater Zähler für die Wärmepumpe (Zwei-Zähler-Modell)
- oder gemeinsamer Zähler mit Submetering
- Steuerbarkeit nach §14a EnWG (ab 2024 bei neuen Anlagen Standard)
- Anmeldung der WP als „steuerbare Verbrauchseinrichtung" beim Netzbetreiber
Wie funktioniert §14a EnWG?
Der Netzbetreiber darf bei Netzengpässen die Wärmepumpe für max. 2 Stunden auf max. 4,2 kW drosseln (nicht abschalten). Im Gegenzug erhalten Sie wahlweise eine pauschale Netzentgelt-Reduktion, einen reduzierten Arbeitspreis oder ab 2025/2026 zeitvariable Tarife.
Dynamische Tarife als Alternative
Anbieter wie Tibber, Octopus oder aWATTar bieten dynamische Stromtarife mit Börsenpreisen. Mit smarter Steuerung läuft die Wärmepumpe nur in den günstigen Stunden – das kann den Strombezug deutlich reduzieren.
Spar-Hierarchie
Die größten Effekte entstehen in der Reihenfolge: 1. eigene PV-Anlage → 2. Wärmepumpentarif → 3. dynamischer Tarif mit smarter Steuerung. Alle drei Bausteine zusammen reduzieren den Strombezug spürbar.
Anbieter
Klassische Wärmepumpentarife bieten z. B. EnBW, EWS Schönau, Naturstrom, Polarstern. Dynamische Tarife bei Tibber, Octopus, aWATTar.