Viele denken bei einer Wärmepumpe nur an die Heizperiode. Dabei ist der Sommerbetrieb mindestens genauso wichtig – sowohl für den Komfort als auch für die Stromrechnung. Mit den richtigen Einstellungen werden Sommer wirtschaftlich und angenehm kühl.
Passive Kühlung mit Sole-Wärmepumpen
Sole-Wasser-Wärmepumpen können im Sommer Wärme ans Erdreich abgeben – ganz ohne Kompressor, nur über die Umwälzpumpe. Das senkt die Raumtemperatur in Räumen mit Fußbodenheizung um 2–4 °C bei einem Stromverbrauch von nur 100–200 Watt.
Aktive Kühlung mit Luft-Wasser-Wärmepumpen
Moderne reversible Geräte können im Reversbetrieb auch aktiv kühlen. Vorlauftemperatur 16–18 °C ist üblich – darunter droht Kondensatbildung an den Heizflächen. Der Stromverbrauch steigt dabei deutlich, ist mit eigener PV-Anlage aber immer noch günstig.
Warmwasser-Programm anpassen
Im Sommer reicht es, die Warmwasser-Bereitung auf 50 °C zu reduzieren statt 60 °C – das spart 15–20 % Strom. Die wöchentliche Legionellen-Schaltung auf 60 °C bleibt aus Hygiene-Gründen aktiv.
PV-Überschuss optimal nutzen
Verschieben Sie die Warmwasser-Bereitung in die Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die PV-Anlage den meisten Strom liefert. Über die SG-Ready-Schnittstelle koppeln viele Wärmepumpen automatisch mit dem Wechselrichter.
Hydraulischer Abgleich auch im Sommer
Ein hydraulischer Abgleich nach DIN EN 12831 stellt sicher, dass Kühlung und Heizung effizient laufen. Bei Wärmepumpen mit Förderung ist er Pflicht – wir führen ihn als Teil unserer Installation durch.
Geräuschverhalten im Sommer
Im Kühlbetrieb läuft der Kompressor anders als beim Heizen. Achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche – das kann auf einen niedrigen Kältemittelstand oder einen verschmutzten Verflüssiger hindeuten.
Wartungsempfehlung
Eine kurze Sommer-Inspektion mit Kontrolle des Lufteinlasses, Ausblasens des Verdampfers und Update des Reglers verlängert die Lebensdauer deutlich. Wir bieten passende Wartungspakete für jede Anlagengröße.