Niedrige Vorlauftemperaturen sind das Geheimnis effizienter Wärmepumpen. Eine Fußbodenheizung kommt mit 28–35 °C aus und ist deshalb der ideale Partner – sowohl im Neubau als auch in der Sanierung.
Warum die Kombination so effizient ist
Jede 1 °C Vorlauftemperatur weniger steigert die Jahresarbeitszahl (JAZ) um ca. 2,5 %. Eine FBH mit 35 °C Vorlauf ermöglicht JAZ-Werte über 4,5 – das bedeutet aus 1 kWh Strom werden 4,5 kWh Wärme.
Vorteile der Kombination
- JAZ-Werte 4,5–5,5 problemlos erreichbar
- Gleichmäßige Wärmeverteilung – keine kalten Füße
- Mehr Wohnkomfort, weniger Staubaufwirbelung
- Auch zum passiven Kühlen im Sommer geeignet
- Versteckte Heizung – mehr Stellfläche
Nachrüstung im Bestand
Auch dünne Trockenbau-Fußbodenheizungen (Aufbauhöhe ab 17 mm) lassen sich nachträglich verlegen. Hersteller: Variotherm, Henco Vario, Roth Original. Wir beraten Sie zur passenden Lösung für Ihren Bestandsbau.
FBH-Nachrüstung im Bestand
Eine Komplettnachrüstung umfasst Estrich, Verteiler und Anschluss an die Wärmepumpe. Über den Heizungstausch ist eine BAFA-Förderung anteilig möglich – wir prüfen die Förderfähigkeit für Ihr Projekt mit.
Wandheizung als Alternative
Bei sehr alten Häusern wo der Estrich nicht aufgerissen werden soll: Wandheizung. Genauso effizient wie FBH, schneller im Aufheizen, aber weniger Wärmeabgabefläche.
Kühlung im Sommer
Mit Vorlauftemperatur 16–18 °C kann eine FBH passiv kühlen (Sole-WP) oder aktiv (Luft-WP im Reversbetrieb). Komfortvorteil: keine Zugluft, kein Lärm.
Einzelraumregelung
Wichtig: einzelne Räume nicht stark heruntergeregelt halten – das reduziert die FBH-Fläche und damit die Effizienz der Wärmepumpe. Stattdessen Türen offen lassen oder gleichmäßig regeln.