Photovoltaikanlage mit Schnee im Winter

Tiefer Schnee auf den Modulen – ein Risiko für Ihre Solaranlage? Wir erklären, warum moderne PV-Anlagen Schneelasten gut verkraften und worauf Sie achten sollten.

Schneelastzonen in Deutschland

Deutschland ist nach DIN EN 1991-1-3 in fünf Schneelastzonen eingeteilt. Baden-Württemberg umfasst die Zonen 1, 2 und 3 – Höhenlagen wie Schwarzwald und Schwäbische Alb haben höhere Lasten von 1,5–3,0 kN/m² (entspricht 60–120 cm Schnee).

Statik der PV-Anlage

Wir berechnen jede Anlage exakt nach DIN EN 1991-1-3 und 1-4 (Schnee + Wind). Unterkonstruktionen von Novotegra und K2 sind bis 5,4 kN/m² freigegeben – ausreichend für alle deutschen Standorte. Statik-Nachweis ist Pflicht und wird vom Netzbetreiber gefordert.

Wann ist Schnee gefährlich?

Erst bei nass-schwerem Schnee > 50 cm auf einem flach geneigten Dach unter 15° kann es kritisch werden. Bei normalen Schrägdächern (> 20°) rutscht der Schnee meist gleichmäßig ab.

Schneerutschen und Sicherheit

Bei Dachneigungen über 30° rutscht der Schnee schnell ab. Um Personenschäden zu vermeiden, montieren wir auf Wunsch:

  • Schneefangsysteme an der Dachkante
  • Schneenasen unter den Modulreihen
  • Schneerechen auf gemeinsam genutzten Wegen

Ertrag im Winter

Auch unter dünnen Schneeschichten produzieren Module noch Strom – im sichtbaren Licht. Bei 5 cm Pulverschnee noch ca. 50 % Ertrag. Schneeauflagen tauen meist innerhalb 1–2 Sonnentagen frei, da die Module sich erwärmen.

Was Sie NICHT tun sollten

  • Schnee NIE selbst mit Schaufel oder Besen abkratzen – Bruchgefahr für Glasoberfläche
  • Kein heißes Wasser zum Abtauen – Thermoschock kann Glas brechen
  • Kein Salz oder Auftaumittel

Versicherung

Schneedruckschäden sind in der Wohngebäudeversicherung oder PV-Versicherung üblicherweise mitversichert. Wir empfehlen die Allgefahren-PV-Versicherung gerade in schneereichen Lagen.

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