Photovoltaikanlage versichert auf einem Hausdach

Eine PV-Anlage ist eine Investition über 20+ Jahre. Welche Versicherung lohnt sich wirklich – und welche ist überflüssig? Wir geben einen praxisnahen Überblick.

Was deckt die Wohngebäudeversicherung ab?

Ihre normale Wohngebäudeversicherung deckt bei den meisten Verträgen folgende Schäden an der PV-Anlage automatisch ab:

  • Sturm (ab Windstärke 8)
  • Hagel
  • Feuer und Blitzschlag (oft nur direkte Treffer)
  • Leitungswasser
  • Bruchglas (manchmal)

Wichtig: Anlage beim Versicherer anmelden! Sonst keine Deckung.

Photovoltaik-Allgefahrenversicherung

Eine separate PV-Versicherung deckt zusätzlich:

  • Diebstahl (relevant bei freistehenden Anlagen, Solar-Carports)
  • Sabotage und Vandalismus
  • Ertragsausfall (Erstattung des entgangenen Gewinns bei Defekt)
  • Tierbiss-Schäden (Marder, Vögel)
  • Bedienungsfehler
  • Konstruktions- und Materialfehler nach Garantieablauf

Beitrag

Die Jahresbeiträge sind im Verhältnis zur Investition meist sehr überschaubar. Pflicht ist eine PV-Versicherung nicht – wir empfehlen sie dennoch, gerade in Verbindung mit Speicher und Wallbox.

Wichtige Klauseln

  • Neuwertentschädigung (statt Zeitwert)
  • Ertragsausfall-Pauschale
  • Angemessene Selbstbeteiligung
  • Haftpflicht-Komponente (Schäden durch herabfallende Module)

Worauf Sie verzichten können

Reine Garantieverlängerungen über den Hersteller hinaus sind oft nicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Stattdessen lieber eine gute Allgefahren-PV-Versicherung mit Defekterstattung.

Steuerliche Behandlung

Versicherungsbeiträge sind als Werbungskosten absetzbar, sofern eine Einspeisung erfolgt – allerdings nur, falls Sie nicht die Steuerbefreiung in Anspruch nehmen (gilt für Anlagen < 30 kWp seit 2023).

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