Zu kleine Klimaanlagen schaffen die Kühlung an heißen Tagen nicht und laufen permanent unter Volllast. Zu große Geräte takten ständig (Ein/Aus), entfeuchten zu wenig und verbrauchen unnötig Strom. Die richtige Dimensionierung ist der Schlüssel zu Komfort und Effizienz.
Die Faustregel: 60–100 W pro m²
Pro m² Wohnfläche rechnen wir mit 60–100 W Kühlleistung – abhängig von Dämmung, Fensterfläche und Ausrichtung. Eine 20 m² Wohnung benötigt also typisch 1,5–2,0 kW. Dachgeschosse und Räume mit Süd-/Westfenstern brauchen meist 100 W/m².
Wichtige Einflussfaktoren
- Dämmung: Neubau nach KfW 55 vs. Altbau ohne Dämmung – Unterschied bis 50 %
- Fensterfläche und Ausrichtung: Südfenster benötigen mehr Kühlleistung als Nordfenster
- Personenzahl: Jede Person produziert ca. 100 W Wärme
- Elektronische Geräte: PC, TV, Lampen – je 50–300 W
- Deckenhöhe: Über 2,80 m: 10 % mehr Leistung
Mono-Split oder Multi-Split?
Bei mehr als 2–3 Räumen ist ein Multi-Split-System wirtschaftlicher als mehrere Mono-Splits: nur ein Außengerät, weniger Bohrungen, niedrigerer Stromverbrauch im Teillastbetrieb.
Beispielrechnung Einfamilienhaus
Schlafzimmer 16 m² (1,5 kW), Wohnzimmer 32 m² Süd (3,5 kW), Arbeitszimmer 12 m² (1,2 kW) – Multi-Split-System mit 6,8 kW Gesamtleistung. So wird jeder Raum bedarfsgerecht versorgt.
Was tun, wenn Sie sich unsicher sind?
Wir berechnen die exakte Kühllast nach DIN EN 12831-1 und empfehlen das passende Daikin- oder Mitsubishi-System. Eine Vor-Ort-Beratung dauert ca. 60 Minuten und ist kostenlos.
Häufige Fehler vermeiden
Werbeangebote nach "BTU" sind oft missverständlich – 1 kW = 3.412 BTU/h. Achten Sie auf SEER- und SCOP-Werte für die tatsächliche Effizienz. Auch die Lautstärke des Außengeräts (max. 55 dB) ist wichtig.