Moderne Split-Klimaanlagen sind eigentlich Wärmepumpen und können auch heizen. Mit SCOP-Werten von 4,5–5,5 sind sie dabei sehr effizient. Wann ist das eine echte Alternative zur Zentralheizung?
Wirtschaftlichkeit im Vergleich
Bei SCOP 5,0 wird aus 1 kWh Strom rund 5 kWh Wärme. Damit liegen die Wärmegestehungskosten deutlich unter denen einer Gas- oder Ölheizung – besonders in Verbindung mit eigenem PV-Strom.
Wann sinnvoll?
- In der Übergangszeit: März–Mai und September–November, wenn die Zentralheizung noch nicht oder nicht mehr richtig läuft
- In Räumen ohne Heizkörper: Hobbyraum, Wintergarten, Dachgeschoss-Ausbau
- In Ferienwohnungen / Wochenendhäusern: Schnelles Aufheizen, einfache Bedienung
- Als Spitzenlast-Ergänzung bei alten, schlecht dämmenden Häusern
Vollständiger Heizungsersatz?
Möglich – aber bei einem klassischen Einfamilienhaus mit Warmwasserbedarf ist eine richtige Wärmepumpe meist die bessere Wahl. Die Klimaanlage erwärmt nur Raumluft, kein Warmwasser.
Worauf achten?
- Heizleistung bei -7 °C beachten (oft nur 70 % der Nennleistung)
- Standort-Wahl beim Außengerät: nicht im Windschatten
- Abtaubetrieb erzeugt Kondensat – Ablauf vorsehen
- Premium-Geräte (Daikin, Mitsubishi Zubadan) liefern auch bei -25 °C volle Leistung
Kombination mit PV
Heizen mit Klima + eigene PV-Anlage ist die wirtschaftlichste Lösung in der Übergangszeit. Auch im Winter liefert die PV-Anlage in vielen Stunden Strom – ideal für das Heizen mit Klimaanlage.
Förderung
Reine Klimaanlagen sind nicht BAFA-förderfähig (Hauptzweck Kühlen). Wenn sie als Teil einer Wärmepumpen-Lösung eingesetzt werden, kann eine Förderung möglich sein – wir prüfen das individuell.