Nach dem Winter sammeln sich auf vielen Solaranlagen Pollen, Staub, Vogelkot und Laubreste. Ein gründlicher Frühlings-Check sorgt dafür, dass Sie im ertragsstärksten Halbjahr keine Energie verlieren – und erkennt rechtzeitig kleine Defekte, bevor sie teuer werden.
1. Sichtprüfung der Module
Risse, Mikrobrüche, lose Klemmen oder starke Verschmutzungen sehen Sie schon vom Boden aus mit einem Fernglas. Achten Sie besonders auf dunkle Stellen oder Verfärbungen – das können Hotspots sein, die langfristig die Leistung mindern.
2. Wechselrichter und Erträge prüfen
Kontrollieren Sie das Wechselrichter-Display oder die Hersteller-App auf Fehlermeldungen. Vergleichen Sie die kWh-Erträge der letzten Wochen mit dem Vorjahreswert. Abweichungen über 10 % sind ein Warnsignal.
3. Reinigung bei Bedarf
Bei flach geneigten Dächern unter 15° lohnt sich fast immer eine Profi-Reinigung – die Mehrerträge der Saison übersteigen den Aufwand deutlich. Aufkleberkleber, Vogelkot und Bauschmutz lassen sich nicht durch Regen entfernen.
4. Verschattung kontrollieren
Sind über den Winter neue Äste gewachsen? Oder ein Nachbargebäude entstanden? Ein gezielter Rückschnitt im April kann den Jahresertrag um 5–8 % steigern. Auch Satellitenschüsseln und Schornsteinverkleidungen werfen oft unterschätzte Schatten.
5. Monitoring konfigurieren
Aktivieren Sie Push-Benachrichtigungen für Ertragseinbrüche und Wechselrichter-Fehler. So erkennen Sie Probleme nicht erst nach Monaten in der Jahresabrechnung. Besonders komfortabel ist die Huawei FusionSolar-App mit Modul-Level-Monitoring – sie zeigt jedes einzelne Modul live und meldet Auffälligkeiten frühzeitig.
6. Stromspeicher-Status
Prüfen Sie die State-of-Health-Anzeige Ihres Batteriespeichers. Bei BYD und Huawei LUNA 2000 sehen Sie die verbleibende Kapazität direkt in der App. Werte unter 90 % nach 3 Jahren wären auffällig.
7. Wartungsvertrag prüfen
Golden Sun Solar bietet faire Wartungsverträge – inklusive jährlicher Inspektion, Thermografie-Check, Reinigungsoption und Notdienst. Bei Garantieansprüchen sind dokumentierte Wartungen oft Voraussetzung.
Häufige Fragen
Muss ich selbst aufs Dach? Nein – wir empfehlen, alle Arbeiten in der Höhe einem zertifizierten Fachbetrieb zu überlassen. Eigene Sichtprüfung vom Boden ist ausreichend.
Wie oft Wartung? Einmal jährlich nach DIN VDE 0126 wird empfohlen, spätestens nach 4 Jahren ist sie für viele Herstellergarantien Pflicht.